Mittwoch, 10. Dezember 2008

Still alive...

So, nun wirds aber mal wieder Zeit... Habe ja auf diesem Wege schon lange nichts mehr von mir hören lassen... Der Grund war in erster Linie eine traurige Nachricht von zuhause, die ich erstmal verdauen musste und eine böse Überraschung seitens unseres Vermieters die dazu geführt hat, dass wir unseres Internetzugangs beraubt wurden. Der Vollidiot hat uns doch tatsächlich das neuinstallierte Kabel gekappt, weil er der Ansicht war, es würde den Wert des Hauses mindern und weil wir eine potentielle Mitbewohnerin für das eigentlich illegal zu vermietende Zimmer abgelehnt haben!!! Die letzen Wochen mussten also alle privaten Internetprojekte auf öffentliche Orte verlegt werden. Durch diesen Umstand habe ich aber zumindest meine neue Lieblingskneipe (Sorry Zapo!!!), das Galaxy Hut, ausfindig gemacht, in der man sich nun mehrmals wöchentlich mit Mitbewohnern, Laptops und Headsets zusammen findet, um den Kontakt zur Aussenwelt nicht völlständig zu verlieren.
Ansonsten werden die Wochentage durch das Praktikum dominiert, da man wenig Lust hat nach fünf bei Minusgraden und Dunkelheit noch etwas in der Stadt zu unternehmen. Eine willkommene Abwechslung bieten da jedoch die Afterwork-Sessions mit den deutschen Leidensgenossen. Bei Bier für zwei Dollar und Burger zum halben Preis lassen sich Temperatur und Dunkelheit doch gleich viel besser ertragen :)
Leider hat sich unsere liebe Silvia ja am Montag schon wieder nach Deutschland verabschiedet (ganz liebe Grüße nach Neuss!!!) - Eine definiv traurige Angelegenheit, der am Samstag in Georgetown dann nochmal ausgiebig Tribut gezollt wurde.
Um dem nach Weihnachten wichtigsten amerikanischen Feiertag Thanksgiving gerecht zu werden machte ich mich vor zwei Wochen mit Amanda auf nach New York. Es war gar nicht so einfach unser eigentliches Ziel - der Macy's-Parade beizuwohnen- zu verfolgen. So viele Menschen auf einer Strecke von ca. 5 km habe ich noch nie gesehen. Und bei Platzangst und Atemnot hörte der Spaß dann auch irgendwann auf, sodass wir das Spektakel lieber aus sicherer Entfernung verfolgt haben. Zum Glück waren die Ballons ja so groß, dass man trotzdem noch was von der Parade mitbekommen hat. Den Rest des Tages haben wir dann mit Sightseeing und Shoppen verbracht und uns am Abend ins East Village aufgemacht, um unsere neu errungenen Kurt-Cobain-Chucks (!!!) auszuführen. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie schon "abgefuckt" (übrigens Amandas neues Lieblingswort) aussehen, wenn man sie kauft und das lästige Gammeligmachen entfällt :)Nachdem wir am Freitagnachmittag dann noch gemütlich durch Greenwich Village geschlendert sind, hiess es dann abends wieder "C U NYC" und es ging mit dem Bus zurueck nach DC. Insgesamt ein lohneswerter und günstiger Trip. Für den Bus hat man 50 Bucks (Roundtrip!!) bezahlt und zwei Nächte im Hostel haben uns p.p. 60 Dollar gekostet. Dieses war übrigens einfach nur perfekt!! Super zentral gelegen zwischen Central Park und Times Square (jeweils 5 Minuten zu laufen), voll sauber und superschön eingerichtet mit Wohnzimmer, Küche und Kamin. Also, wenn jemand von Euch vorhat, demnächst nach New York zu reisen, schaut vorher auf www.1291.com vorbei!!!
Meine Weihnachtspläne stehen noch mehr oder weniger in den Sternen, aber von verschiedenen zur Verfügung stehenden Optionen (Bar in DC, Hausparty mit den Deutschen oder mal wieder NYC) wird sich schon die ein oder andere durchsetzen und bewähren. Da im Haus nebenan neue Leute eingezogen sind (Werden sie es bei dem Vermieter allerdings lange hier aushalten???), sieht es so aus als ob ich demnächst auch wieder zuhause online sein kann und somit auch wieder öfter zum bloggen komme... Darauf stoßt ihr jetzt bitte alle mit einem Glühwein für mich an, OK?! In diesem Sinne Cheers, alles Liebe und vor allem eine schöne gemütliche Adventszeit!!!


That's what happened to Jack... :(

Werde in den nächsten Tagen mehr Fotos hochladen. Leider dauert's hier ungefähr hundert Jahre...

Mittwoch, 5. November 2008

YEAHEEEE!!!!!!!!


Obama hat's geschafft!!! Zumindest bei mir ist die Freude riesengross, die Washingtonians (so heissen sie, glaub ich) scheinen sich scheinbar eher im Stillen zu freuen... Ich war zwar gestern nicht in den Bars unterwegs, sondern habe den Abend mit Roomies und indischem Essen zuhause vor dem Fernseher verbracht, aber aus Berichten weiss ich, dass selbst in der Wahlnacht sehr bescheiden gefeiert wurde. Heute merkt man auf den Strassen eigentlich garnichts und auch das weisse Haus befindet sich nach wie vor im Dornroeschenschlaf. Naja, vielleicht geht's ja bei der Inauguration im Januar besser ab... :)

Am Montagabend bin ich ja mit Amanda zu Obama's letztem Rally-Auftritt nach Manassas, Virginia gefahren, was trotz Obama-Traffics, der bereits kurz hinter Arlington begann, sehr lohnenswert war. Nach zermuerbender Parkplatzsuche konnten wir uns endlich zu Fuss unters Volk mischen und die Wiese der County Fairgrounds stuermen. Zuvor fuhr jedoch noch die gesamte blitzende Motorcade von Obama und seinem Gefolge ganz unverhofft und unter ausuferndem Jubel in ca. 3 Meter Entfernung an uns vorbei. Leider ging alles so schnell, dass man ihn in dem Auto nicht genau ausmachen konnte, aber nichts desto trotz waren wir ihm einen kurzen Moment sehr nahe und Amanda war sich auch ganz sicher ihn winken gesehen zu haben... :)

Die eingezaeunte Wiese platzte schon aus allen Naehten als wir ankamen, was ein beeindruckendes Bild abgab. Wir schafften es noch, uns ins Innere zu quetschen und kamen trotz einstuendiger Verspaetung noch in den Genuss, die gesamte Rede zu hoeren. Leider war das Podium sehr weit entfernt, sodass man die eigentliche Person Obama nur mit dem Kamera-Zoom ausmachen konnte, doch gehoert hat man ihn sehr gut. Die Rede war mitreissend (Amanda hat ein paar Traenchen verdrueckt ;) ) und unterhaltsam, die Stimmung ueberwaeltigend (mit den ganzen Scheinwerfen, den Helis und eben dieser durchdringenden Stimme, die er hat...) und es hat einfach super Spass gemacht, dabei gewesen zu sein. Zum Schluss hatten wir dann noch Gelegenheit zu ein paar (historischen?) Schnappschuessen...


NOV 3RD 2008

Dienstag, 4. November 2008

Election-Fever

Vor diesem Aufenthalt habe ich mich besonders darauf gefreut, mitten in die heisse Phase des Wahlkampfes hineinzureisen. Obwohl diese Wochen bestimmt alle vier Jahre sehr turbulent sind, ist es vermutlich dieses Mal etwas ganz besonderes, hautnah dabei zu sein. Ich glaube nicht, dass eine Präsidentschaftswahl innerhalb der letzten Jahre die Gemüter so erregt hat wie der Kampf ums weisse Haus 2008 zwischen Obama und McCain. Oder sollte man besser sagen zwischen Obama und Palin?! Denn es scheint so, als habe diese fragwürdige Erscheinung mittlerweile die Hauptrolle im Medienspektakel eingenommen. Erfreulicherweise sieht man in den U-Bahnen und auf den Straßen eigentlich nur Obama-Buttons und auch die Aufsteller in den Vorgärten und den Straßen lassen auf vorwiegend demokratische Sympathien schliessen.
Abgesehen von den offen zur Schau getragenen Statements auf Rucksäcken und Mantelrevers geht es in der Stadt jedoch überraschend ruhig zu. Da meine Arbeitsstelle nur ein paar hundert Meter vom weissen Haus entfernt liegt, laufe ich in der Mittagspause öfter mal vorbei, um zu schauen, was sich so tut und wann denn nun endlich mal die große Hysterie ausbricht. Doch auch heute waren nur die üblichen Touristen mit ihren Fotokameras unterwegs und abgesehen von ein paar Arbeitern, die eine Holzbühne zu zimmern schienen und den mit Scheinwerfern ausgestatteten TV-Teams auf dem gegenüberliegenden Häuserdach schien alles seinen gewohnten Gang zu gehen.
Ins Election-Fever gerät man dann also erst richtig, wenn man nach Hause ins Wohnzimmer kommt, wo unsere stets bestens informierte Roomie Martha von morgens bis abends die Nachrichten verfolgt. Ich glaube, wenn sie nicht ab und zu mal zur Uni müsste, würde sie das Haus garnicht mehr verlassen. Gut für uns, denn so werden wir über die neuesten Wendungen und Windungen informiert, ohne uns stundenlang den teilweise etwas nervig und reisserisch gestalteten Nachrichten hingeben zu müssen.

Was ich unbedingt noch loswerden möchte, ist die sehr erschreckende Erfahrung eines sehr offen propagierten Rassismus seitens einiger weisser, älterer „Herren“. Sowohl mein Vermieter als auch der Taxifahrer, der mich am ersten Tag zur Metrostation kutschiert hat, tätigten Aussagen wie „Obama ist ein Terrorist!“, „Wenn diese Schwarzen an die Macht kommen, geht doch alles den Bach runter. Siehe Haiti, Südafrika (!!!!) etc.“ „Also nach Afrika würde ich ja nie reisen. Warum denn auch? Wofür denn?“ um nur einige zu nennen und ich glaube das reicht ja auch schon. Diese im wahrsten Sinnes des Wortes UNVERSCHÄMTE Herabsetzung und Beleidung von Menschen anderer Hautfarbe durch diese saudummen, erzkonservativen alten Säcke ist mir in Deutschland in dieser Form glücklicherweise noch nicht begegnet und ist eine traurige Tatsache, die mich doch sehr schockiert hat.

Zum Glück hat man ja mit solchen Leuten eher selten zu tun und man kann über die Amerikaner generell sagen, dass sie ausgesprochen offen und interessiert auf einen zugehen und so manche Zigarette vor dem Pub in einem halbstündigen Gespräch über kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und den USA, persönliche Zukunftspläne oder Beziehungskisten ausartet. Diese Freundlichkeit und Lockerheit macht einfach Spaß und ist meiner Meinung nach wiederum ein großer Vorteil gegenüber der deutschen Mentalität.
Um den Bericht über den Wahlkampf vorläufig abzuschliessen, soll noch erwähnt werden, dass Amanda gestern hearusgefunden hat, dass Obamas Rally ihn heute abend nach Virginia führt, genauer nach Manassas, was ungefähr eine knappe Stunde von uns entfernt liegt. Selbst wenn, wir was ja eher wahrscheinlich ist, keinen Platz mehr in der Halle finden, ist es doch bestimmt ein tolles Erlebnis die Atmosphäre außerhalb mit zu bekommen. Und vielleicht erhaschen wir ja auch einen winzigen Blick auf den zukünftigen Präsidenten.


OBAMA’08!!!! YES WE CAN!!!!

Montag, 3. November 2008

Halloween-Weekend

An meinem zweiten Wochenende hier stand ja bereits das erste amerikanische Grossereignis auf dem Programm - Halloween.

Zu diesem Anlass fuhr ich am Freitag mit meiner Mitbewohnerin Amanda und unserer Nachbarin Erica zur groessten Pumpkin Patch in Nord-Virginia (http://www.coxfarms.com/). Dem Feierabendverkehr sei Dank kamen wir 20 Minuten vor Ende der Oeffnungszeiten dort an, sodass wir gerade noch dazu kamen, uns den schoensten von den armen uebrig gebliebenen Kuerbissen auszusuchen. Auf den Fotos koennt ihr sehen, dass er durchaus ein ordentlicher Prachtbursche ist!



Amanda, unsere Nachbarin Erica, ich




Zuhause angekommen, begannen wir mit dem Pumpkin Carving, eine an sich eklige, glibberige Aufgabe, der sich Martha und ich als Halloween-Neulinge jedoch leidenschaftlich widmeten... ;)
Den restlichen Abend verbrachten wir damit, vergeblich auf Trick-or-Treat-Kinder zu warten...
Martha und Jack, der Kuerbis



Am Samstag fand ich dann endlich mal Zeit, über die Brücke nach Georgetown zu marschieren und ein bisschen Sightseeing zu machen. Georgetown ist wirklich eines der niedlichsten kleinen Viertel, die ich jemals besucht habe. An der hübschen Hauptstrasse finden sich (teilweise sehr teure) Geschäfte aller gängigen Klamotten-Marken sowie diverse Bars und Restaurants. Wenn man jedoch die Stichstrassen Richtung Norden hinaufspaziert, eröffnet sich einem ein wunderschönes Wohngebiet, das zu ausgiebigen Herbstspaziergängen anregt. Leider hat unterwegs der Akku meiner Kamera aufgegeben, sodass ich nicht allzu viel Fotos schiessen konnte.

Georgetown, M Street NW


Bruecke ueber den Potomac, im Hintergrund das Washington Memorial und das Watergate Hotel (das runde)
Samstagabend stieg dann die große Halloween-Party bei uns im Haus. Wir hatten den Gästen und uns selbst auferlegt, verkleidet zu erscheinen. Entgegen meiner Erwartung, an Halloween müsse man sich dem Anlass entsprechend gruselig kleiden, ist tatsächlich jede Kostümierug erlaubt. Das zeigte sich bereits schon am Freitag im Büro, wo ebenfalls Kostümzwang bestand. Vom Schlumpf über Britney Spears bis zum Heissluftballon war alles und jeder vertreten. Auch unsere Hausparty gab ein sehr buntes Bild ab. Die besten Schnappschüsse findet ihr im Webalbum. Wie man vielleicht erahnen kann, war der Abend sehr lustig und in den frühen Morgenstunden fielen wir entsprechend erschöpft ins Bett bzw. auf die Couch oder den Fußboden…
Beer Pong! Yeahee!
Simone, Weimar! (aus Kolumbien), Silvia und meine Roomie Allison


K-Town-Girls!

Am nächsten Tag war der Hunger groß und so machten sich meine beiden deutschen Mädels Silvia und Simone, meine Roomie Amanda und ich auf zu einem typischen amerikanischen Diner in der Nähe unseres Hauses. Die fast nicht „schaffbaren“ Riesenportionen Omelette, Home Fries oder Pancakes wurden ungeduldig erwartet und begierig verschlungen.
So ging ein vielseitiges Wochenende in DC/Virginia zu Ende und heute morgen hiess es um 6.20 leider schon wieder raus aus den Federn bzw. der Fleecedecke…

Sonntag, 2. November 2008

Meine erste Woche...

Sooo... endlich finde ich mal etwas Zeit, Euch auf den neuesten Stand meiner bisherigen USA-Erlebnisse zu bringen...

Zunächst wurde ich von meinem Vermieter, dem vermeintlichen Kidnapper Paul, vom Flughafen abgeholt und am kleinen Häuschen in der Dinwiddie Street abgesetzt. Das Wort erscheint mir zutreffend, denn ich fühlte mich in dem leeren, fremden Haus erstmal etwas verloren. Mit meinen drei Roomies hatte ich ja bislang keinen Kontakt, lediglich mit der Vormieterin hatte ich kurz telefoniert. Mein Zimmer hinterließ jedoch gleich einen angenehmen Eindruck. Es ist relativ groß mit typischem amerikanischen Fullsize-Bed, Schreibtisch, Kommode, Nachttisch und dem ebenso typischen Wandschrank. Oh! Und außerdem bin ich stolze Mieterin eines Private Bathrooms, was mich besonders freut. Nachdem ich eine kleine Erkundungstour durch die Gemeinschaftsräume unternommen hatte (großes Wohnzimmer mit Riesencouch, TV, Coffeetable, Esszimmer und riesige Küche mit drei! Kühlschränken), fanden sich meine ersten beiden Roomies, Allison und Amanda, ein. Eine große Erleichterung... Zwei supernette, NORMALE Mädels ;) Wir haben abends noch länger zusammen gesessen and it felt just right! ;)

Mein Zimmer

Wohnzimmer


Kueche

Unser Haeuschen

Am nächsten Tag bin ich erstmal mit Amanda zu Target (großer Laden für Lebensmittel, Haushaltszeug etc. ) gefahren, um zunächst die wichtigsten Dinge für meinen viermonatigen Aufenthalt wie Waschmittel, Handtücher etc. zu kaufen. Auch eine neue Bettdecke war von Nöten, denn die aus meinem Zimmer war schon etwas eklig... Amanda hat mich wirklich superlieb bemuttert. Sie ist ein wahres sweetheart ;)

Samstag abend habe ich dann die deutschen Mädels getroffen, die ich zuvor schon in der studivz-DC-Praktikanten-Gruppe kennen gelernt hatte. Wir hatten einen wirklich lustigen und ziemlich feuchtfröhlichen Abend... ;) Nähere Informationen dazu könnt ihr Simones Blog entnehmen (http://www.sisigoesaroundtheworld.blogspot.com/) Hmmhmm... aber egal, lustig wars auf jeden Fall...

Am Sonntag traf ich dann auch endlich unsere vierte Mitbewohnerin, Martha aus Simbabwe, die sich als echtes Goldstück herausstellte.

Am Montag hatte ich dann meinen ersten Arbeitstag bei Crosby Volmer, der zunächst etwas frustrierend war. Momentan sind dort acht Praktikanten beschäftigt. Entsprechend überfordert schienen sie bei der Aufgabenverteilung zu sein. Und die versprochene Führung durch die Firmenräume blieb ebenso aus... :( Zum Glück hat mich meine liebe Mitpraktikantin Rania aus Ägypten ein bisschen rumgeführt und über den Firmenalltag, die anderen Praktikanten und Mitarbeiter aufgeklärt. Am zweiten Tag wurde es dann aber schon etwas besser. Ich bekam meinen Supervisor zugewiesen, der mir die derzeitigen Projekte erklärte und mich mit Internet-Research beschäftigte. Ziel war es, in den Editorial-Kalendern verschiedener Magazine Themen aufzuspüren, die sich für Veröffentlichungen über einen seiner Kunden, einem großen Hotel in DC, eignen könnten.

Damit war ich dann auch den Rest der Woche hauptsächlich beschäftigt. Ich glaube schon, dass ich dort viel lernen kann, habe aber den Eindruck gewonnen, dass man selbst auf die Leute zugehen muss, um neue Aufgaben zu bekommen, einen Überblick über die laufenden Projekte zu gewinnen und den Gesamtzusammenhang zu verstehen. Dieses Recht werde ich jedoch vehement einforden, denn das Praktikum ist ja der eigentliche Grund meines Aufenthalts.

Nichts desto trotz gerät diese Tatsache ob der vielen neuen privaten Kontakte manchmal in Vergessenheit. Mit meinen Roomies habe ich wirklich so richtig Glück gehabt. Vor allem mit Amanda habe ich jeden Abend stundenlange Gespräche über Gott und die Welt. Ich kann nur sagen, dass sie dem Bild vom ungebildeten, oberflächlichen Ammi in jeder Hinsicht widerspricht!
Auch die deutschen Mädels habe ich letzte Woche mehrmals getroffen. Über mangelnden Sozialkontakt kann ich mich also nicht beschweren und so blieben die befürchteten einsamen Heimwehnächte im kargen Zimmer bisher glücklicherweise aus... ;)

Auch die Gegend, in der ich wohne, ist sehr angenehm. Ein Zimmer in DC direkt zu mieten ist unbezahlbar und so bin ich auf die andere Seite des Potomac Rivers nach Arlington, Virginia ausgewichen. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Die Anbindung an das Public Transport System ist für amerikanische Verhältnisse überraschend gut, sodass ich ohne umsteigen zu müssen nach 30minütiger Busfahrt meine Praktikumsstelle erreiche. Unsere Neighbourhood und Strasse ist sehr grün mit bescheidenen, aber gepflegten Häuschen und befindet sich direkt an einer grossen Durchgangsstrasse, die zwar nicht sonderlich attraktiv ist, aber jeglichen Bedürfnisen nachkommt. Von Bank, Apotheke, Supermarkt bis zu Restaurants und diversen Starbucks etc. ist alles innerhalb kurzer Fussmärsche zu erreichen. Und es gibt sogar Bürgersteige!!, was ja in den USA nicht gerade selbstverstaendlich ist...

Soweit in Kürze die ersten Eindrücke aus den USA...