Sonntag, 2. November 2008

Meine erste Woche...

Sooo... endlich finde ich mal etwas Zeit, Euch auf den neuesten Stand meiner bisherigen USA-Erlebnisse zu bringen...

Zunächst wurde ich von meinem Vermieter, dem vermeintlichen Kidnapper Paul, vom Flughafen abgeholt und am kleinen Häuschen in der Dinwiddie Street abgesetzt. Das Wort erscheint mir zutreffend, denn ich fühlte mich in dem leeren, fremden Haus erstmal etwas verloren. Mit meinen drei Roomies hatte ich ja bislang keinen Kontakt, lediglich mit der Vormieterin hatte ich kurz telefoniert. Mein Zimmer hinterließ jedoch gleich einen angenehmen Eindruck. Es ist relativ groß mit typischem amerikanischen Fullsize-Bed, Schreibtisch, Kommode, Nachttisch und dem ebenso typischen Wandschrank. Oh! Und außerdem bin ich stolze Mieterin eines Private Bathrooms, was mich besonders freut. Nachdem ich eine kleine Erkundungstour durch die Gemeinschaftsräume unternommen hatte (großes Wohnzimmer mit Riesencouch, TV, Coffeetable, Esszimmer und riesige Küche mit drei! Kühlschränken), fanden sich meine ersten beiden Roomies, Allison und Amanda, ein. Eine große Erleichterung... Zwei supernette, NORMALE Mädels ;) Wir haben abends noch länger zusammen gesessen and it felt just right! ;)

Mein Zimmer

Wohnzimmer


Kueche

Unser Haeuschen

Am nächsten Tag bin ich erstmal mit Amanda zu Target (großer Laden für Lebensmittel, Haushaltszeug etc. ) gefahren, um zunächst die wichtigsten Dinge für meinen viermonatigen Aufenthalt wie Waschmittel, Handtücher etc. zu kaufen. Auch eine neue Bettdecke war von Nöten, denn die aus meinem Zimmer war schon etwas eklig... Amanda hat mich wirklich superlieb bemuttert. Sie ist ein wahres sweetheart ;)

Samstag abend habe ich dann die deutschen Mädels getroffen, die ich zuvor schon in der studivz-DC-Praktikanten-Gruppe kennen gelernt hatte. Wir hatten einen wirklich lustigen und ziemlich feuchtfröhlichen Abend... ;) Nähere Informationen dazu könnt ihr Simones Blog entnehmen (http://www.sisigoesaroundtheworld.blogspot.com/) Hmmhmm... aber egal, lustig wars auf jeden Fall...

Am Sonntag traf ich dann auch endlich unsere vierte Mitbewohnerin, Martha aus Simbabwe, die sich als echtes Goldstück herausstellte.

Am Montag hatte ich dann meinen ersten Arbeitstag bei Crosby Volmer, der zunächst etwas frustrierend war. Momentan sind dort acht Praktikanten beschäftigt. Entsprechend überfordert schienen sie bei der Aufgabenverteilung zu sein. Und die versprochene Führung durch die Firmenräume blieb ebenso aus... :( Zum Glück hat mich meine liebe Mitpraktikantin Rania aus Ägypten ein bisschen rumgeführt und über den Firmenalltag, die anderen Praktikanten und Mitarbeiter aufgeklärt. Am zweiten Tag wurde es dann aber schon etwas besser. Ich bekam meinen Supervisor zugewiesen, der mir die derzeitigen Projekte erklärte und mich mit Internet-Research beschäftigte. Ziel war es, in den Editorial-Kalendern verschiedener Magazine Themen aufzuspüren, die sich für Veröffentlichungen über einen seiner Kunden, einem großen Hotel in DC, eignen könnten.

Damit war ich dann auch den Rest der Woche hauptsächlich beschäftigt. Ich glaube schon, dass ich dort viel lernen kann, habe aber den Eindruck gewonnen, dass man selbst auf die Leute zugehen muss, um neue Aufgaben zu bekommen, einen Überblick über die laufenden Projekte zu gewinnen und den Gesamtzusammenhang zu verstehen. Dieses Recht werde ich jedoch vehement einforden, denn das Praktikum ist ja der eigentliche Grund meines Aufenthalts.

Nichts desto trotz gerät diese Tatsache ob der vielen neuen privaten Kontakte manchmal in Vergessenheit. Mit meinen Roomies habe ich wirklich so richtig Glück gehabt. Vor allem mit Amanda habe ich jeden Abend stundenlange Gespräche über Gott und die Welt. Ich kann nur sagen, dass sie dem Bild vom ungebildeten, oberflächlichen Ammi in jeder Hinsicht widerspricht!
Auch die deutschen Mädels habe ich letzte Woche mehrmals getroffen. Über mangelnden Sozialkontakt kann ich mich also nicht beschweren und so blieben die befürchteten einsamen Heimwehnächte im kargen Zimmer bisher glücklicherweise aus... ;)

Auch die Gegend, in der ich wohne, ist sehr angenehm. Ein Zimmer in DC direkt zu mieten ist unbezahlbar und so bin ich auf die andere Seite des Potomac Rivers nach Arlington, Virginia ausgewichen. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Die Anbindung an das Public Transport System ist für amerikanische Verhältnisse überraschend gut, sodass ich ohne umsteigen zu müssen nach 30minütiger Busfahrt meine Praktikumsstelle erreiche. Unsere Neighbourhood und Strasse ist sehr grün mit bescheidenen, aber gepflegten Häuschen und befindet sich direkt an einer grossen Durchgangsstrasse, die zwar nicht sonderlich attraktiv ist, aber jeglichen Bedürfnisen nachkommt. Von Bank, Apotheke, Supermarkt bis zu Restaurants und diversen Starbucks etc. ist alles innerhalb kurzer Fussmärsche zu erreichen. Und es gibt sogar Bürgersteige!!, was ja in den USA nicht gerade selbstverstaendlich ist...

Soweit in Kürze die ersten Eindrücke aus den USA...

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